Arzneimittelimporte sind oft besser

Wie gut sind Medikamenten-Importe?

Wenn deutsche Apotheker importierte Arzneimittel abgeben, können ihre Patienten deutlich von den Preisunterschieden zu anderen Staaten profitieren. Der deutsche Gesetzgeber fördert den Arzneimittelimport unter anderem durch den § 129 SGB V sowie durch Preismoratorien und Zwangsrabatte auf inländisch produzierte – oft zu teure – Medikamente. Ziel ist es, die ständig steigenden Ausgaben der gesetzlichen Kassen für rezeptpflichtige Arzneimittel zu begrenzen.

Ablauf der Arzneimittelimporte

Bei der Einfuhr der Arzneimittel kaufen Importeure im Ausland die günstigen Medikamente auf, die oft die gleiche und manchmal eine bessere Wirkung als inländisch produzierte und vertriebene Medikamente haben. Es kann sich durchaus um Mittel aus deutscher Produktion handeln, denn zum Arzneimittelimport gehört auch der Re-Import. Wie bei Kraftfahrzeugen betreiben auch bei Medikamenten die Hersteller eine an die Bedingungen nationaler Märkte angepasste Preispolitik, sie verkaufen also beispielsweise in Dänemark wegen der dort höheren Mehrwertsteuer etwas günstiger. Beim Arzneimittelimport gibt es Quoten, Apotheker müssen einen gewissen Anteil an importierten Mitteln abgeben, um die Preise im Sinne der oben beschriebenen Zielsetzung insgesamt zu deckeln.

Es gibt verschiedene Arten des Imports

Es gibt Reimporte und Parallelimporte, wobei in jedem Fall gilt, dass die Medikamente nur in verkehrsfähigem Zustand, also nach strengster Qualitätskontrolle, mit deutschem Etikett, Beipackzettel und in einer deutschen Verpackung an inländische Patienten ausgeliefert werden. Reimporte wurden in Deutschland für ausländische Märkte hergestellt, die Importeure holen sie wieder nach Deutschland. Parallelimporte stammen von Herstellern aus EU-Ländern und werden nach dem Import für den deutschen Markt aufbereitet. Ein wichtiger Importeur ist etwa das Unternehmen Orifarm, ehemals Pharma Westen, (www.orifarm.de), das als behördlich registrierter Importeur auf strengste Sicherheitsstandards und Qualitätskontrollen beim Import der Arzneimittel achtet. Importeure wie Orifarm werden ebenso streng kontrolliert wie die Hersteller selbst, zuständig sind in Deutschland das BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) sowie in Europa die EMA (European Medicines Agency). Das BfArM prüft jedes Arzneimittel nach dessen Import auf seine therapeutische Identität.

Herpes Arzneimittel aus Reimporten

sind beispielsweise HERPES GASTREU R 68 als Tropfen zum Einnehmen, HERPES PATCH (15St auch für Lippenherpes oder als Hydrokolloid 10 St) und Nosoden Injeele gegen Herpes simplex. Die Mittel bekämpfen die Herpesviren, daneben werden auch Hydrokolloid-Pflaster ohne antivirale Wirkung eingesetzt, welche die Verbreitung von Herpesviren durch Schmierinfektionen verhindern. Einige Arzneimittel aus Parallelimporten erweisen sich sogar als wirksamer gegenüber deutschen Medikamenten, was zusätzliche Argumente für den Arzneimittelimport liefert.


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