Eine bipolare Störung kann Herpes begünstigen

Die bipolare Störung kann Herpes begünstigen

Herpes simplex und Herpes genitalis werden durch die Virenstämme HSV-1 und HSV-2 ausgelöst. Bis zu 90% der Bevölkerung in unserem Land ist seit seiner Kindheit mit Herpes infiziert, aber nicht bei jedem Menschen bricht auch eine akute Infektion aus. Das hängt mit verschiedenen Faktoren wie körperlichen Erkrankungen, einem schwachen Immunsystem und auch psychischen Störungen zusammen.

Grippeerkrankungen, eine Infektion mit HIV, die Menstruation der Frau und ein allgemein schwaches Immunsystem machen es den Herpesviren leicht, aus ihrer Lauerstellung in den Zellen hervorzukommen und akute Erscheinungsbilder hervorzurufen.

Herpes und die bipolare Störung

Dass Zusammenhänge zwischen dem psychischen Befinden des Menschen und dem Herpes Virus bestehen, ist in der Medizin schon seit langer Zeit bekannt. Denn Stress, Unwohlsein, Depressionen und manisch-depressive Krankheitsbilder wie die bipolare Störung begünstigen den Ausbruch einer latenten Infektion mit HSV-1. Untersuchungen und Studien bestätigen den Verdacht, dass Herpes und die bipolare Störung miteinander zu tun haben, immer mehr. Denn an der Universitätsklinik für Psychiatrie Freiburg wurde bereits vor Jahren anhand einer solchen Studie manifestiert, dass die bipolare Störung bei mit Herpes simplex infizierten Patienten anders und schlimmer verläuft als bei Patienten ohne Viruslast.

Vielfältige Symptome bei bipolarer Störung plus Herpes

Die Patienten, die mit Herpes simplex infiziert waren, zeigten deutliche Symptome wie Konzentrationsschwächen, Defizite beim Kurzzeitgedächtnis und beim sprachlichen Ausdruck. Diese Symptome traten aber nicht nur dann auf, wenn die bipolare Störung und die Herpes Infektion akut waren, sondern die Patienten schnitten bei entsprechenden Tests und Untersuchungen auch insgesamt schlechter ab als nicht mit Herpes infizierte Menschen. So ist von einer Wechselwirkung auszugehen, deren genaue Ursachen noch zu erforschen sind. Ob Herpes die Depression verschlimmert oder sie sogar auslösen kann, konnte noch nicht abschließend festgestellt werden.

Alles über die bipolare Störung erfahren

Für Patienten und Angehörige ist es gleichermaßen wichtig, alles über die bipolare Störung zu erfahren. Wer sich informieren möchte, kann dies auf www.neue-wege-psychiatrie.de tun. Denn nicht nur bei körperlichen Erkrankungen, sondern auch bei psychischen Problemen und Störungen ist es extrem wichtig, sich aktiv über die verschiedenen, klinischen Bilder und die Behandlungswege zu informieren. Wo der Patient das nicht selbst kann, sollten seine Angehörigen dafür sorgen, dass etwas geschieht. Denn die bipolare Störung kann unbehandelt einen schweren Verlauf nehmen. Suizidversuche sind keine Seltenheit, weshalb Zögern, Verdrängen und Verschweigen nicht angebracht sind.


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