Gürtelrose durch Herpes-Viren

Guertelrose

Eine Gürtelrose zeigt sich durch einen roten, Pustelartigen Hautausschlag und wird durch die gleichen Viren ausgelöst, die auch die Krankheit Windpocken verursachen: die Varicella-Zoster-Viren, auch Varizellen oder von Medizinern Humanes Herpes-Virus Typ III genannt. Nur Menschen, die einmal als Kind unter Windpocken gelitten haben, können eine Gürtelrose entwickeln. Dabei ist es egal, ob die Windpocken ausgebrochen sind oder die Krankheit versteckt stattgefunden hat.

Das Virus schlummert in bestimmten Zellen im Körper ein Leben lang und im Normalfall richtet es dort auch keinen Schaden an, doch wird es durch äußere Umstände reaktiviert, kommt es zu den Anzeichen einer Gürtelrose. Wie genau das Virus reaktiviert wird, ist bisher noch nicht klar. Herausgefunden wurde aber, dass besonders Menschen mit einem schwachen Immunsystem, zum Beispiel bei AIDS, zur Gürtelrose neigen, aber auch bestimmte Medikamente (zum Beispiel TNF-Blocker, die zur Behandlung von Rheuma eingesetzt werden) und seelischer Stress können ein Ausbrechen des Virus hervorrufen.

Die ersten Anzeichen der Gürtelrose sind ein allgemeines Krankheitsgefühl mit leichtem Fieber und Müdigkeit. Nach etwa zwei bis drei Tagen entstehen brennende Schmerzen dort, wo die Zellen liegen, in denen das Virus geschlummert hat und es kommt zu Empfindungsstörungen in diesem Bereich. Kurz darauf entstehen dann die typischen roten Knötchen, die gruppenartig auftreten und oft wie ein roter Gürtel um die Taillie herum aussehen, allerdings nur auf einer Körperseite. Es können auch der Brust- und Bauchbereich betroffen sein, wobei der Hautausschlag meist an der Wirbelsäule beginnt. Auch Ausschlag im Gesicht ist in seltenen Fällen möglich, genau wie eine Infektion am Ohr und Hals, was manchmal zu, meist vorrübergehenden, Gesichtslähmungen führen kann. Die Knoten entwickeln sich später zu kleinen Bläschen, die mit einer wässrigen oder blutigen Flüssigkeit gefüllt sind. Selten kommt es vor, dass die Gürtelrose ohne diese Hautausschläge abläuft.

Bei angemessener Behandlung ist die Gürtelrose spätestens innerhalb von vier Wochen ausgeheilt. Bei sehr frühzeitiger Erkennung können innerhalb von wenigen Stunden schon die Rötungen und Schmerzen stark reduziert werden. Dies geschieht mithilfe von Medikamenten, den Nukleosidanaloga in Kombination mit Schmerzmitteln. Der Patient selbst sollte sich schonen und die betroffenen Hautstellen gut mit Mitteln aus der Apotheke pflegen, da sonst auch nach der Heilung sichtbare Rückstände der Gürtelrose zu sehen bleiben. Es gibt seit Kurzem einen Impfstoff, der gegen die Gürtelrose helfen kann. Ansonsten heilt die Erkrankung aber auch ohne Behandlung nach einigen Wochen aus.


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