Hautirritationen durch Herpes

hautirritationen

Die Viruserkrankung wird durch Herpes-siplex-Viren hervorgerufen, die Hautirritationen bewirken können. Das Virus lässt sich in zwei Typen unterscheiden. Typ 1 betrifft die Schleimhäute rund um die Mundpartie, kann aber auch im Auge auftreten. Die sichtbaren, aber nicht immer ausbrechenden Symptome äußern sich über nässende und juckende Bläschen am Mund oder auf den Lippen. An den Augen ist das Herpesvirus durch Rötungen an Augenliedern, Nässen, juckender und gereizter Hornhaut und verklebten Augen nach dem Aufwachen zu erkennen.

Die Hautirritationen um die Mundpartie brechen nach einer Tröpfchen- oder Schmierinfektion innerhalb von zwei bis zwölf Tagen aus (Herpes labialis). Herpes an den Augen wird auf dieselbe Art verbreitet.

Bleibende Schäden durch Herpes sind durchaus möglich. Werden die Hautirritationen gar nicht oder nachlässig versorgt, kann das Virus, wenn es am Auge auftritt, in tiefere Schichten der Hornhaut gelangen und Narben sowie Trübungen auf der Hornhaut hinterlassen. Dies kann zur Folge haben, dass das Sehvermögen eingeschränkt wird oder man vollkommen erblindet.

Die Hautirritationen in Form von juckenden, brennenden und nässenden Bläschen an den Lippen verheilen meist narbenlos, können allerdings wie bei jedem Herpesvirus immer wieder ausbrechen und die Hautirritationen erneut hervorrufen. Das Virus wandert über die Nervenstränge zu den Nervenwurzeln und verankert sich dort. Sobald das Immunsystem geschwächt ist, z. B. durch einen Infektion (Grippe, Erkältung etc.), Stress oder hormonelle Schwankungen (Schwangerschaft, Menopause, Menstruation), können die Herpessymptome wieder ausbrechen.

Aus diesem Grund ist es für Herpesleidende von großer Bedeutung, das Immunsystem zu stärken. Solange diese Bedingung gegeben ist, bricht das Virus nicht aus. Allerdings ist dies besonders im stressigen Alltag oftmals schwierig. Es ist wichtig, auf seine Gesundheit zu achten. Die richtige Ernährung kann einen Ausbruch der Hautirritationen verhindern. Dazu sollte ein Gleichgewicht zwischen den Aminosäuren L-Lysin und L-Arginin geschaffen sein. In Kaffee, Fleisch und Schokolade befindet sich ein Überschuss an L-Arginin, weswegen diese Produkte nur in Maßen verzehrt werden sollten.

Brechen die Hautirritationen doch aus, können antivirale Medikamente, die in jeder Apotheke rezeptfrei erhältlich sind, oder ein paar einfache Hausmittelchen helfen, diese zu lindern und abheilen zu lassen. Honig, Melissensalbe und Teebaumöl sind sehr wirkungsvoll bei Lippenherpes und hinterlassen keine Narben. In der Regel klingen die Hautirritationen nach sieben bis zehn Tagen von selbst ab.

Herpes muss also nicht unkontrollierbar bleiben oder ausgehalten werden. Die Hautirritationen heilen folgenlos ab, sofern man ihnen die richtige Behandlung zukommen lässt. Und wenn sich doch mal ein Bläschen auf der Lippe abzeichnet, kann dieses mit kleinen getönten Pflastern kaschiert werden.


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