Hautkrankheiten

gereizte Haut

Durch die immer weiter zunehmende Belastung für unsere Haut, durch bedenkliche Stoffe in Textilien, Schmuck, Kosmetik und der Umwelt sind auch immer häufiger die jüngsten unter uns von einer Hautkrankheit betroffen. Durch diese Belastungen leiden bereits mehrere Millionen Menschen unter einer Erkrankung der Haut und werden von einem Dermatologen (Hautarzt) behandelt. Jedoch gibt es auch Hautkrankheiten, bei denen die genetische Veranlagung eine sehr große Rolle spielt, beispielsweise Schuppenflechte und Neurodermitis.

Die häufigsten Hautkrankheiten

Akne:

Etwa 85 Prozent der Bevölkerung waren oder sind Akne-Patienten. Durch die hormonellen Veränderungen im Körper tritt diese Hautkrankheit in den meisten Fällen während der Pubertät auf und verschwindet nach einigen Jahren. Dennoch gibt es auch vermehrt Erwachsene, die davon betroffen sind. Auch eine erbliche Veranlagung kann eine Rolle spielen. Ansteckende ist diese Hauterkrankung jedoch nicht.

Allergische Ausschläge:

Die sogenannte Kontaktdermatitis kann durch vieles ausgelöst werden, am häufigsten jedoch durch Nickel, Duftstoffe, Konservierungsstoffe, Gerbstoffe und Reinigungsmittel. Auch durch verschiedene Pflanzen, zum Beispiel Arnika, kann eine solche Hautkrankheit hervorgerufen werden. Verursacht wird eine Kontaktallergie durch eine Überempfindlichkeitsreaktion auf bestimmte Stoffe. Die Kontaktdermatitis ist nicht ansteckend.

Fuß- oder Nagelpilz:

Auch Fuß- oder Nagelpilz gehört zu den Hautkrankheiten, in diesem Fall sogar zu den ansteckenden. Oftmals ist diese Erkrankung sogar chronisch. Nagelpilz wird meistens durch Dermatophyten (Fadenpilze) verursacht, in seltenen Fällen sogar durch Schimmel- oder Hefepilze. Nagelpilzerkrankungen zeigen sich hauptsächlich an feuchten Stellen, weshalb sie eher selten an den Fingernägeln zu finden sind. Eine ärztliche Behandlung ist in jedem Fall notwendig, wenngleich sie langwierig ist. In vielen Fällen ist der Nagelpilz die Folge einer unbehandelten Fußpilzerkrankung. Sportler, alte Menschen, Diabetiker und Personen mit Durchblutungsstörungen gehören zu den Risikogruppen. Um andere nicht anzustecken, sollte man auf das Barfußlaufen in öffentlichen Einrichtungen verzichten.


Hautkrebs:

Es gibt verschiedene Arten von Hautkrebs, zum einen den schwarzen und zum anderen den hellen oder auch weißen Hautkrebs. Je früher diese Hautkrankheit erkannt wird desto besser sind die Heilungschancen. Neben der erblichen Vorbelastung können häufige Sonnenbrände im Kindesalter, intensive und ungeschützte Sonnenbäder sowie der Kontakt zu giftigen oder krebserregenden Stoffen die Entstehung dieser Krebsart begünstigen. Ansteckend ist Hautkrebs jedoch nicht.
Je nach Art der Erkrankung wird die betroffene Hautstelle chirurgisch entfernt, bestrahlt oder mit Salben behandelt. Auch die Kältetherapie hat sich bewährt. In besonders akuten Fällen muss der Patient sich auf eine Chemotherapie oder eine lokale Immuntherapie einstellen.

Herpes:

Die wohl bekannteste Form ist der Lippenherpes (Herpes ­lapialis). In den meisten Fällen erfolgt die Ansteckung bereits im Kindesalter und wird von der Mutter übertragen. Der Erreger bleibt im Körper, sodass die Infektion immer wieder ausbrechen kann. Zu einem Ausbruch kommt es, wenn das Immunsystem geschwächt ist, durch Stress aber auch durch hormonelle Schwankungen (z.b. während der Schwangerschaft oder Periode).
Die Erkrankung wird durch Schmier- oder Tröpfcheninfektion weitergegeben, außerdem kann der Lippenherpes auch auf dem Körper verteilt werden und so zu weiteren Herpes arten, wie zum Beispiel Genitalherpes oder Herpes der Mundschleimhaut, führen. Eine Ansteckungsgefahr besteht, auch wenn der Herpes nicht sichtbar ist.

Neurodermitis:

Viele Erwachsene und noch mehr Kinder leiden unter der chronischen, aber nicht ansteckend Hautkrankheit Neurodermitis. Meist juckt die Haut der Betroffenen, ist trocken, schuppig, gerötet und gelegentlich sogar entzündet, den die Haut kann ihre Schutzfunktion nicht so wahrnehmen wie die Haut gesunder Menschen. Verschiedenste Umwelteinflüsse können einen Schub verursachen, unter dem der Betroffene meist sehr zu leiden hat.
Viele Patienten werden erfolgreich mit Licht- und Klimatherapien behandelt, aber auch diverse Medikamente und Hautpflegeartikel verschaffen Linderung und dämmen die Krankheit etwas ein.

Schuppenflechte (Psoriasis):

Zuerst einmal ist Schuppenflechte zwar chronisch-entzündlich aber nicht anstecken, sie kann jedoch die Nägel sowie die Gelenke befallen. Auch wenn eine genetische Veranlagung vorliegt, muss die Krankheit nicht zwingend zum Vorschein kommen. Es gibt jedoch verschiedene Faktoren, die für einen Ausbruch verantwortlich sein können.
Juckreiz, silbrig-weiße Schuppen sowie entzündliche Hautregionen sind die häufigsten Symptome für diese Hautkrankheit. Im Gegensatz zur Neurodermitis ist die Schuppenflechte bei Kindern eher selten zu finden, meist tritt sie bei Erwachsenen vor dem vierzigsten Lebensjahr auf. In der Behandlung setzt man auf, das Immunsystem hemmende, Medikamente, sowie pflegende Salben.


Ein Kommentar

  1. […] die Herpesviren jederzeit an die Hautoberfläche gelangen und durch äußere Reize reaktiviert werden können bzw. auch schon im menschlichen […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *