Herpes: Ansteckungsrisiken für Kinder

Auch Kinder sind vorm Herpesvirus nicht geschützt.

Eine Herpesinfektion kann einen Menschen in jedem Alter treffen. Da aber vor allem ein geschwächtes oder – wie bei kleinen Kindern – noch nicht ausreichend entwickeltes Immunsystem für das Virus anfällig ist, haben Kinder ein erhöhtes Risiko zur Ansteckung.

Gefahren für Kinder

Nicht nur die Eltern, in denen das Virus unbemerkt in der Nervenzelle schlummern kann, sind eine Ansteckungsgefahr. Besonders Säuglinge und kleine Kinder, die größere Geschwister haben, können betroffen sein. Denn der Kontakt zu vielen anderen Kindern in Kindergarten oder Schule kann das Virus mit nach Hause bringen und die kleinen Kinder im engen Kontakt mit anstecken. Kinder suchen eher als Erwachsene auch den Körperkontakt von Menschen. Dabei unterscheiden sie nicht zwischen erkrankten oder gesunden Personen. Auch muss der Körperkontakt nicht unbedingt besonders eng sein, die Gefahr der Ansteckung birgt bei manchen Virusstämmen bereits eine indirekte Nähe, bei der schon durch die Luft eine Übertragung stattfindet, zum Beispiel bei den sogenannten „Windpocken“. Nach der Übertragung zum Beispiel über die Schleimhäute beim Gute-Nacht-Küsschen ist vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern die Gefahr auf Übertragung des Erregers auf andere Körperteile sehr groß, da vor allem diese oft ihre Finger in den Mund stecken und dann andere Körperteile berühren. Dies gilt auch bei der Behandlung mit Salben, wenn sie auf die betroffene Stelle aufgetragen und dann andere Körperpartien berührt werden. Es ist fast unmöglich, so kleine Kinder vom Berühren dieser Stelle permanent abzuhalten.

Tiere als Wirt

Herpesinfektionen sind nicht nur auf den Menschen als Wirt beschränkt. Auch unsere liebsten Haustiere wie Hund, Katze und Pferd können sich mit dem Virus anstecken. Allerdings ist die Ansteckung bei Tieren tatsächlich nur unter Artgenossen möglich, da die Virusstämme sich interartlich unterscheiden. Vor der Ansteckung beim Haustier muss man also keine Angst haben. Für erwachsene Tiere ist eine Ansteckung meist nicht gefährlich. Besonders sollte man aber bei trächtigen Tieren und ihren Jungen sein – diese können bereits im Mutterlaib großen Schaden nehmen und sogar sterben.

Erhöhte Ansteckungsgefahr für kleine Kinder

Das Immunsystem von Kleinkindern muss sich noch entwickeln und ist daher gerade für Erkältungskrankheiten und Grippe anfällig. In diesem bereits geschwächten Stadium ist auch eine Ansteckung mit Herpes sehr wahrscheinlich. Die Konsequenz bleibt aber fraglich – die Nähe zu Eltern oder älteren Geschwisterkindern kann aus Angst vor einer Ansteckung natürlich nicht vermieden werden. Auch eine möglichst lange Abschirmung vor anderen Kindern, zum Beispiel durch eine Betreuung im Elternhaus, wäre für die Kinder und auch ihr sich entwickelndes Immunsystem nicht unbedingt von Vorteil, da die Entwicklung nur stattfinden kann, wenn die entsprechenden Reize geboten werden. Auch eine sogenannte „Krabbelgruppe“ oder Spielgruppen für Kleinkinder müssen daher nicht gemieden werden. Um die Gefahr der Ansteckung trotzdem zu minimieren, sollte darauf geachtet werden, dass die Hände oft gewaschen werden, vor allem vor dem Essen und nach dem Spiel draußen und zudem mit anderen Kindern und Erwachsenen. Dennoch werden gerade Säuglinge immer Gegenstände in den Mund stecken. Dies zu verhindern käme einem Kraftakt gleich, der nicht nur die elterliche Geduld überstrapazieren würde, sondern auch den kindlichen Erkundungsdrang ausbremst.

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