Herpes genitalis – lebenslange Infektion

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Herpes genitalis zählt zu den zwei Arten von Herpes, welcher durch den Herpes-siplex-Virus verursacht wird. Zwischen zwei und zwölf Tagen kann es in der Regel dauern, bis sich Herpes genitalis bemerkbar macht. Dies ist aber nicht immer der Fall, denn der Virus kann über Wochen, Monate oder gar Jahre im Körper ausharren und zu einem viel späteren Zeitpunkt ausbrechen. Nicht immer sind die typischen Herpessymptome, wie Jucken und nässende Bläschen, zu erkennen, weswegen sich der Virus schnell und unbemerkt verbreiten kann. Nach medizinischer Ansicht werden nur ca. ein Prozent der typischen Herpes Symptome bei einer Erkrankung bemerkt.

Im Unterschied zum Herpes labialis (Typ 1), der sich vornehmlich im Mundbereich bemerkbar macht und die obere Hautpartie im Bereich der Schleimhäute angreift, bricht Herpes genitalis im Intimbereich aus. Bemerkbar macht sich das Virus über kleine schmerzhafte Bläschen, die beim Aufbrechen nässen. Ein Jucken und Kribbeln im Intimbereich sowie ein Brennen und verstärkter Ausfluss deuten ebenfalls auf den Herpes genitalis hin. DasVirus kann darüber hinaus von Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen begleitet werden.

Typ 1 des Herpesvirus wird über die Tröpfchen- oder Schmierinfektion weitergeleitet. Herpes genitalis verbreitet sich hautsächlich über den sexuellen Kontakt mit einem Partner, der das Virus in sich trägt. Eine infizierte Schwangere kann das Neugeborene während der Geburt mit dem Virus infizieren, was eine besonders große Gefahr für das Baby darstellt.

Um Herpes genitalis zu diagnostizieren, bedarf es einer ärztlichen Untersuchung. Hierbei nimmt der behandelnde Arzt vor Ort einen Abstrich und untersucht diesen auf das Virus.

Beide Herpes Arten verweilen im menschlichen Körper und brechen immer dann durch, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Dies kann viele Ursachen haben. Nicht nur Krankheiten, Infektionen etc. können das Immunsystem schwächen, sondern auch ein stressiger und hektischer Alltag, manchmal sogar eine zu starke UV-Bestrahlung können bewirken, dass das Virus ausbricht.

Wird das Virus Herpes genitalis frühzeitig erkannt, kommen virushemmende Medikamente (Virustatika) zum Einsatz. Diese Arzneien enthalten den Wirkstoff Aciclovir und bewirken eine Linderung der Symptome und Beschwerden. Mit der richtigen Therapie kann ein möglicher Rückfall verhindert bzw. die Häufigkeit von Rückfällen verringert werden.

Wichtig ist jedoch, dass der oder die an Herpes genitalis Erkrankte um seine/ihre Infektion weiß. Unter dieses Wissen fällt auch die Tatsache, dass das Virus Herpes genitalis nicht völlig geheilt oder eliminiert werden kann. Geschützter Geschlechtsverkehr ist daher enorm wichtig, denn nur so kann die Verbreitung des Herpes Virus unterbunden werden.


Ein Kommentar

  1. […] dort bis zum Tod des Wirts. Diese Viren werden Herpes simplex-Viren genannt (HSV) – Lippenherpes, Genitalherpes und das Varizella-Zoster-Virus fallen in diese […]

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