Herpes im Mund?

Mundherpes

Für die Entstehung des Herpes im Mund ist der HSV-1 Virus verantwortlich. Hat sich das Virus erstmal im Körper manifestiert, macht es sich durch unangenehme und schmerzhafte Bläschen im Mund, an der Lippe oder der Mundschleimhaut bemerkbar. Doch auch die Mundwinkel, die Haut ober- oder unterhalb der Lippen, manchmal, in schwierigeren Fällen auch das Zahnfleisch, sind Stellen, die für die Entstehung oder Vermehrung des Herpes im Mund ideal sind. Zahlreiche Untersuchungen haben aufgezeigt, dass der Hauptauslöser von Herpes-Rezidivien vor allem Stress und Immunschwäche, wie sie beispielsweise bei Diabetikern auftritt, sind. Bei einer HSV-Infektion mit dem HSV-1 Virus erlebt mindestens einmal jeder eine Reaktivierung der HSV-Infektion oder eben Herpes im Mund. Rückfälle des Herpes im Mund erscheinen vor allem bei Jugendlichen oder jüngeren Erwachsenen. Sind von der Infektion Kinder betroffen, so können die Symptome, anders als bei Erwachsenen, klinisch schwieriger verlaufen.

Bei Herpes im Mund treten folgende Symptome auf:

  • Fieber
  • Kopfschmerzen
  • allgemeines Krankheitsgefühl
  • Brennen und Schmerzen der befallenen Stellen

„Verschleppen“ vermeiden

Ganz gleich, wo sich die Virus-Infektion bemerkbar macht und sichtbar ist, durch ein „Verschleppen“ kann sie auch in Regionen auftreten, die man nicht erwartet hätte. So sollte man von den erkrankten, befallen Stellen die Finger lassen, im wahrsten Sinne des Wortes, denn mit den Händen überträgt sich das Virus zum Beispiel auch auf andere Stellen des Gesichts. So kommt es nicht selten vor, dass sich an Wange, Nase, Augenlid oder eben anderen, empfindlichen Stellen des Körpers, Bläschen bilden. Die Inkubationszeit bei einer Herpex-Simplex-Infektion des Virus-Typs 1 kann in manchen Fällen sogar bis zu sechs Wochen betragen. In der Regel dauert sie aber zwischen 3-9 Tagen. Hat man erstmal Kontakt mit diesem Erreger gehabt, verbleibt dieser lebenslang im Körper. Durch die hohe Ansteckungsgefahr durch Tröpfcheninfektion, die beim Husten, Niesen oder Küssen auftreten kann, kommt es bei betroffenen Personen sehr schnell zu einer erneuten Ansteckung und erneutem Herpes im Mund. Betroffene sollten auch Wert darauf legen, dass sie ein eigenes Trinkglas und Besteck haben.

Der Schlaf kann jederzeit unterbrochen werden

Hat das Virus eine Zeit lang geschlafen, so kann es durch Stress, körperliche Belastung, intensive Sonnenbestrahlung, Fieber oder hormonelle Veränderungen im Körper wieder erneut ausbrechen. Verschiedene Gefühlszustände, wie Angst oder Ekel können ebenfalls Schuld am Entstehen von Herpes im Mund sein. Ein geschwächtes Immunsystem macht es dem HSV-Virus Typ 1 noch einfacher. Somit ist eine vitaminreiche, gesunde Kost, das A und O. Bei den ersten Anzeichen einer Infektion von Herpes im Mund sollte sofort eine Behandlung in Erwägung gezogen werden. Und wer sich nicht mit den alten Hausmittelchen herumplagen möchte, der lässt sich vom Hausarzt am besten ein Virostatikum verschreiben, was vor allem bei starkem Befall sowieso ratsam ist. Spezielle Salben bieten zusätzlich etwas Linderung und Schutz der befallenen Stellen beim Essen.


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