Herpes schwächt das Immunsystem

Das Immunsystem kämpft andauernd gegen die Herpes-Viren an (Quelle: Bigstock-ID-59948225-by-digitalista)

Herpesbläschen sind ärgerlich und meistens treten sie zu den ungünstigsten Zeiten auf. Doch auch wenn jemand nicht akut von Herpesbläschen befallen ist, trägt er den Herpesvirus dauerhaft in sich. Das hat gravierende Auswirkungen auf das Immunsystem, wie Forscher kürzlich herausgefunden haben. Denn der Herpesvirus lässt das Immunsystem des Trägers auf Dauer altern. Dies zeigt sich besonders im Seniorenalter, aber auch chronisch Kranke und Schwangere leiden unter dem durch Herpes geschwächten Immunsystem. 

Wie der Cytomegalie-Virus das Immunsystem schwächt

Untersucht wurde das Cytomegalie-Virus (CMV), ein weit verbreiteter Virus aus der Familie der Herpes-Viren. Bei dem Cytomegalie-Virus leiden die Betroffenen nicht unter den üblichen Herpesbläschen an der Lippe. Stattdessen äuβert sich dieser Virus durch zum Beispiel:

  • Geschwollene Lymphknoten
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Leichtes Fieber

In den meisten Fällen jedoch, können gar keine Symptome beobachtet werden. Obwohl gesunde Menschen den Virus ein Leben lang in sich haben, werden sie nicht zwangsläufig krank. Eine Voraussetzung dafür ist ein gutes Immunsystem. Doch genau dieses wird über die Jahre durch den CMV geschwächt. 
Die Wissenschaftler erklären dies mit dem ständigen Mehraufwand, den das Immunsystem durch den CMV aufbringen muss. Besonders im Alter muss das Immunsystem immer mehr leisten, um den Erreger in Schach zu halten. Durch diese dauerhaft hohe Anforderung an das Immunsystem, schwächt es sich jedoch selbst. Das Immunsystem wird überlastet und abgenutzt. Das Immunsystem altert somit vorzeitig. Das ist der Grund, warum Menschen, die den CMV in sich tragen im Alter oder unter anderen Belastungen wie beispielsweise einer Schwangerschaft häufiger krank werden. Aber auch andere Herpesviren schwächen das gesamte Immunsystem. Bei jedem Ausbruch der Krankheit muss das Immunsystem erneut dafür arbeiten, den akuten Infekt zu stoppen und für Heilung zu sorgen.

Die Auswirkungen eines geschwächten Immunsystems

Ein schwaches Immunsystem äuβert sich dadurch, dass diese Menschen sehr anfällig für die unterschiedlichsten Infekte sind. Durch die Schwächung des Immunsystems haben Bakterien und Viren freie Bahn und können ungehindert in den Körper eindringen. Menschen mit einem schwachen Immunsystem müssen dadurch mit mehreren Infekten pro Jahr rechnen. Darüber hinaus brauch ihr Körper länger, um wieder gesund zu werden. Zudem ist das Krankheitsbild oft ausgeprägter als bei anderen Patienten und es kann zu mehreren Erkrankungen zur selben Zeit kommen. Geschwächte Immunsysteme sind auβerdem auf Dauer kaum noch in der Lage den Herpeserreger selbst zu bekämpfen.

Die Funktion des Immunsystems

Das Immunsystem ist ein komplexes Abwehrsystem des Körpers, dass die Menschen vor Krankheitserregern wie Viren und Bakterien schützt. Es erhält somit die Gesundheit und das Wohlbefinden eines jeden. Denn zu jeder Zeit versuchen Erreger in den Körper einzudringen. Meistens ist das Immunsystem effektiv genug und Erreger werden unbemerkt abgewehrt. Einige Erreger sind jedoch so stark, dass die Körperabwehr nicht mehr ausreichend ist. Ein geschwächtes Immunsystem hat dann besonders zu kämpfen und es kann zu Infektionen kommen. Infektionen sind Störungen des Körpers, die durch solche eingedrungenen Krankheitserreger entstehen.

>Das Immunsystem bietet eine Vielfalt an Bekämpfungsstrategien

Das Immunsystem hat verschiedene Strategien, um Erreger vom Menschen fernzuhalten. In erster Instanz gibt es dazu anatomische Barrieren. Dazu zählen äuβerlich zum einen die Haut und die Schleimhäute und zum anderen Härchen wie die Nasenhaare und die Flimmerhärchen der Bronchialschleimhaut. Dieses System verhindert, dass die Erreger in den Körper eindringen können. Auβerdem zählt die Magensäure zu den anatomischen Barrieren. Diese tötet Keime ab, die über die Nahrung in den Körper gelangt sind. Erreger, die die anatomischen Barrieren überwunden haben, werden in zweiter Instanz von der sogenannten natürlichen Abwehr bekämpft. Es handelt sich dabei um eine zellulare Verteidigung, die aus natürlichen Fresszellen und im Blut gelösten Eiweiβen besteht. Fresszellen umschlieβen dazu die Eindringlinge und bauen sie nach und nach ab. Ausgelöst wird diese Form der Verteidigung durch Botenstoffe, die zum Beispiel bei einer Wunde direkt ausgeschüttet werden. Die natürliche Abwehr ist dazu da sämtliche potenziell bedrohlichen, das s heiβt körperfremden, Erreger abzutöten. Es wird dabei nicht unterschieden, um was für Erreger es sich im Einzelfall handelt. Darum wird die natürliche Abwehr auch unspezifische Abwehr genannt.  Wenn die natürliche Abwehr nicht mehr ausreicht, wird die intelligente Abwehr aktiviert, die die Erreger gezielt bekämpft. Dazu werden in der Milz und den Lymphknoten spezifische Antikörper gebildet. Dieses letzte System ist tatsächlich sehr intelligent, denn einmal produzierte Antikörper können jederzeit erneut hergestellt werden und stehen dem Körper dadurch sehr schnell zur Verfügung.

Das Immunsystem verbessern

Um die Häufigkeit von Störungen des Körpers durch Viren und Bakterien zu vermindern kann das Immunsystem entsprechend gepflegt und dadurch verbessert werden. Dazu können beispielsweise folgende Dinge helfen:

  • Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist die Basis für ein gutes Immunsystem. Essenziell für die Erhaltung der Körperabwehr ist eine ausreichende Versorgung mit den Vitaminen A, C, D und E und den Spurenelementen Zink und Eisen. Diese stecken in frischem Obst und Gemüse
  • Zu einer gesunden Ernährung zählt auch ausreichend Wasser zu trinken
  • Nur bei ausreichendem und erholsamen Schlaf kann das Immunsystem richtig arbeiten
  • Regelmäβige Bewegung, am besten an der frischen Luft, hält den Körper und das Immunsystem fit.
  • Um Erreger fernzuhalten sollten Haut und Schleimhäute nicht verletzt oder gereizt sein. Die Pflege der Haut ist darum wichtig.
  • Nikotin und übermäβiger Konsum von Alkohol schwächt das Immunsystem. Der Verzicht auf solche Genussmittel erleichtert somit die Arbeit der Körperabwehr.
  • Um das Immunsystem wieder aufzubauen, beispielsweise nach einer Erkrankung, können ReHa-Maβnahmen sehr sinnvoll sein. Die Kosten für solche Maβnahmen werden jedoch nicht immer von den Krankenkassen übernommen. Darum kann es sich lohnen, sich für eine private Krankenkasse zu entscheiden. Hier gibt es aktuelle Infos zu privaten Krankenversicherungen.

Egal ob man unter Herpes leidet oder nicht, etwas für sein Immunsystem zu tun ist immer eine gute Investition. Besonders in dieser Jahreszeit hat die körpereigene Abwehr alle Hände voll zu tun und kann jede Unterstützung gegen Viren und Bakterien gebrauchen. Gerade ältere Menschen sollten darauf achten, dass Immunsystem nicht zu überfordern. Denn ist das Immunsystem erst einmal geschädigt, können Folgekrankheiten und deren Behandlung oft die eigenen Kosten übersteigen. Damit so etwas nicht passiert, kann man sich zum Beispiel unter www.test-private-krankenversicherung.net/ über andere Versicherungsarten erkundigen.

 

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