Gürtelrose

Die Gürtelrose ist eine schmerzhafte Viruserkrankung, die durch den Varizella-Zoster-Virus verursacht wird. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion in der Atemluft oder durch Schmierinfektion an den Schleimhäuten. Die Erstinfektion führt gewöhnlich zur Windpocken-Krankheit. Danach ist der Betroffene zwar in der Regel ein Leben lang immun gegen Windpocken, aber ein schwaches Immunsystem, Sonnenbestrahlung oder Stress können die im Nervensystem verbliebenen Viren reaktivieren und dadurch die Gürtelrose auslösen. Vor allem ältere Menschen ab sechzig Jahren gehören zur Risikogruppe.

Symptome der Gürtelrose

Zu den ersten Symptomen der Gürtelrose gehört ein abgeschlagener Allgemeinzustand sowie ein starkes Jucken und Brennen an den Hautstellen der entsprechenden Nervenbahnen. Betroffen ist überwiegend der Rumpf von der Wirbelsäule bis zum Brustbein. Etwa drei Tage nach dem Brennen tritt der meist halbseitige rötliche Ausschlag mit kleinen Bläschen hinzu, der der Krankheit ihren Namen verliehen hat. Möglich sind auch geschwollene Lymphknoten und Fieber. Bei Zweifeln an der Diagnose wird ein Wundabstrich durchgeführt.

Wenige Tage nach Auftreten des Ausschlags platzen die Bläschen auf und sondern eine wässrige oder blutige Flüssigkeit ab. Die kleinen Wunden verschorfen und sind gewöhnlich nach zwei bis vier Wochen ausgeheilt. Gürtelrose kann einige Komplikationen mit sich bringen, etwa Narbenbildung, eine Zweitinfektion durch Bakterien an den verletzten Hautstellen oder eine bleibende Verfärbung. Bläschenbildung auf der Kopfhaut kann eine vorübergehende Gesichtslähmung verursachen, in den Zellen der Augennerven können die Viren im Extremfall die Horn- und Bindehaut zerstören und zur Blindheit führen. Auch nach Abheilen des Ausschlags verspüren manche Betroffene noch Wochen oder Monate später Nervenschmerzen an den Hautstellen.

Therapie der Gürtelrose

Die Therapie erfolgt mit einem Medikament, das die Ausbreitung der Viren verhindert. Der Krankheitsverlauf wird dadurch verkürzt und das Risiko von Folgeschäden minimiert. Zusätzlich Medikamente mit austrocknendem Zinkoxid eingesetzt. Wichtig ist die möglichst rasche Behandlung nach der Diagnose, anderenfalls drohen anhaltende Nervenschmerzen, die den Patienten noch über Jahre begleiten können. Daher soll direkt bei den ersten Anzeichen der Arzt aufgesucht werden. Bis drei Tage nach einer möglichen Ansteckung kann eine Windpocken-Impfung vor dem Ausbruch schützen oder den Krankheitsverlauf zumindest abmildern.