Humane Papillomaviren – Vorboten eines Zervixkarzinoms

paillomavirus

Das Papillomavirus, genauer das humane Papillomavirus (HPV) ist ein DNA-Virus mit vielen Subtypen, das beim Menschen Haut- und Schleimhautläsionen verursachen kann. Die Infektion mit dem Papillomavirus kann an der befallenen Stelle zu unkontrolliert geschwürartig wachsenden Tumoren führen. Diese Tumore sind meistens gutartig und zeigen sich als Warzen. Wenn die Infektionsstelle am Genital- oder Analbereich ist, können die Viren auch sogenannte Feigwarzen ausbilden. Besonders im Genitalbereich ist das Risiko für eine bösartige Entartung groß.

Bei den HP-Viren sind bis zu 100 verschiedene Subtypen bekannt. Diese Typen müssen je nach Pathogenität, also nach Krankheitswert bzw. Krankheitsstärke, in high-risk (hohes Risiko) und low-risk (niedriges Risiko) eingeteilt werden. Von besonderer Bedeutung für den Menschen sind die Subtypen 6, 11, 16, 18, 31, 33 und 66. Aber auch weitere Subtypen sind für den Menschen pathogen, kommen jedoch nicht so häufig vor.

Zu den high-risk Viren gehören insbesondere die Subtypen 16 und 18. Diese beiden Papillomaviren sind in 99.97% der Fälle für Zervixkarzinome der Frau verantwortlich. Aber auch bösartige Entartungen im Bereich von Penis, Anus und äußeren Schamlippen sind durch das Papillomavirus verursacht. Seit 2007 werden alle jungen Mädchen vor ihrem ersten Geschlechtsverkehr gegen das Papillomavirus geimpft. Die Impfung ist effektiv gegen die beiden high-risk Typen 16 und 18, aber auch gegen die beiden low-risk Typen 6 und 11, die bei Befall gutartige Feigwarzen im Genitalbereich auslösen können.

Der Übertragungsweg des Papillomavirus ist hauptsächlich der Sexualkontakt. Besonders Frauen sind gefährdet, da der weiblichliche Genitaltrakt beim Geschlechtsverkehr mit kleinsten Mikroläsionen geschädigt wird und die Viren durch diese Mikroläsionen eindringen können. Hinzu kommt, dass Männer nicht geimpft werden und daher als Träger ihre Partnerinnen infizieren können. Das Papillomavirus führt bei Männern nur selten zu einer klinisch manifesten Erkrankung, so dass die Viren-Träger nicht merken, dass sie infiziert sind und so unbemerkt das Virus verbreiten können.

Aber auch durch Hautkontakt können die Papillomaviren übertragen werden. Da aber ihr Hauptinfizierungsort die Genitalregion ist, ist der Übertragungsweg durch den Sexualkontakt geläufiger.

Der Befall mit dem Papillomavirus bleibt oft symptomlos. Sollten sich Feigwarzen bilden, ist dies das einzige Anzeichen für eine Infizierung. Gerade weil die Ansteckung ohne Symptome bleibt, kann sich das Virus ungehindert vermehren und über Jahre hinweg im Körper verweilen. Diese lange Verweildauer im Körper ermöglicht das Ausbilden von Tumoren, wie z.B dem Zervixkarzinom. Eine Therapie gibt es nicht. Die einzige Möglichkeit, sich zu schützen, liegt in einer früheren Impfung und dem Benutzen von Kondomen bei jedem neuen Partner.

Es wird zur Zeit diskutiert, ob es sinnvoll wäre, auch Männer zu impfen, um so die Übertragungsrate zu verringern. Männer selber hätten davon nur wenig bis keinen Vorteil, würden aber ihre Partnerinnen vor einer eventuellen Ansteckung mit dem Papillomavirus schützen.

Auch wenn immer wieder fälschlicherweise angenommen wird, dass Papillomaviren und Herpesviren verwandt seien, so liegt die einzige Gemeinsamkeit vom Papillomavirus mit dem Herpesvirus darin, dass beide Viren sind, die für den Menschen pathogen sind und die stark kanzerogen wirken können.


Ein Kommentar

  1. Honeyy1234 sagt:

    Ich wurde geimpft und habe die Viren jetzt trotzdem in meinem Körper !!!

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