Impfung gegen Herpes Zoster (Gürtelrose)

Hilft eine Imfung gegen Gürtelrose?

Was die Impfung gegen Herpes Zoster (Gürtelrose) bringt

Jeder, der schon einmal eine Herpes-Zoster-Erkrankung – also eine Gürtelrose – durchgemacht hat, weiß, mit welchen Schmerzen diese einher gehen kann. Auch wenn man davon ausgeht, dass die meisten Menschen nur einmal im Leben an einer Gürtelrose erkranken, gibt es doch immer noch viele Betroffene, die mehrfach dieses unangenehme und schmerzhafte Leiden durchmachen müssen.

Seit 2013 gibt es offiziell für Menschen ab dem 50. Lebensjahr einen Impfstoff gegen den Ausbruch einer Gürtelrose. Durch diese Impfung verringert sich das Risiko einer Zoster-Erkrankung, jedoch bietet sie keinen 100%igen Schutz davor. Grundsätzlich kann man aber sagen, dass ein großer Vorteil dieser Impfung darin besteht, dass – falls es zu einer Erkrankung kommt – diese wesentlich milder ausfällt und vor allem einen sehr positiven Einfluss auf die meist sehr starke Beeinträchtigung des Erkrankten durch Nervenschmerzen hat. Dem kommt insofern eine besondere Bedeutung zu, da postneuralgische Schmerzen (sogenannte Neuralgien) häufig nicht zufriedenstellend therapierbar sind.

Wie sieht die Impfung aus und ist sie für jeden geeignet?

Der Impfstoff besteht aus Varicella-Zoster-Viren, wie sie auch bei einer tatsächlichen Erkrankung vorkommen. Jedoch beinhaltet der Impfstoff lediglich eine sehr abgeschwächte Form, die aber ausreicht, um das Immunsystem des Patienten langfristig zu aktivieren. Die Impfung wird nur einmal durchgeführt und subkutan in den Oberarm injiziert.

Die Impfung steht für Menschen ab 50 Jahren zur Verfügung und ist in der Regel gut verträglich. Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören Schmerzen und Rötungen an der Einstichstelle, in seltenen Fällen kann es auch zu Kopfschmerzen und leichtem Fieber kommen. Immunsupprimierte Patienten dürfen keine Zoster-Impfung erhalten. Ebenso sollte während eines akuten Infektes mit Fieber auf eine Impfung gegen die Gürtelrose verzichtet werden.

Welche Medikamente werden bei einer Zoster-Erkrankung eingesetzt?

Bei der Gürtelrose handelt es sich um eine Erkrankung, die durch das Herpes-Zoster-Virus ausgelöst wird. Nach einer durchgemachten Windpockenerkrankung verbleibt dieses Virus „schlafend“ im Körper. Wird es jedoch reaktiviert, zum Beispiel durch ein geschwächtes Immunsystem oder durch Stress, führt dies nicht erneut zum Ausbruch der Windpocken, sondern zeigt sich in Form einer Gürtelrose. Zur Behandlung werden daher sogenannte antivirale Medikamente eingesetzt, die über einen bestimmten Zeitraum täglich oral einzunehmen sind. Erfahrungen haben gezeigt, dass der Verlauf der Gürtelrose günstiger ist, je früher mit der Behandlung begonnen wird. Ärzte empfehlen, spätestens bis zu 72 Stunden nach Auftreten der ersten Hautausschläge mit der medikamentösen Behandlung anzufangen. Jedoch sollte auf jeden Fall auch noch später mit der antiviralen Therapie begonnen werden, falls dies nicht innerhalb 72 Stunden möglich ist, da man auch danach noch einen deutlichen Nutzen für den weiteren Verlauf der Erkrankung erzielen kann.

Gibt es alternative Behandlungsmöglichkeiten bei der Gürtelrose?

Ja, die gibt es. Jedoch sollte man eine bereits begonnene antivirale Therapie auf keinen Fall abbrechen und auch nicht auf eine solche verzichten. Eine Herpes-Zoster-Erkrankung kann in manchen Fällen sehr schwer verlaufen, vor allem, wenn der Bereich des Nackens und Kopfes betroffen ist. Allerdings gibt es auch in der Homöopathie verschiedene Mittel, die dem Patienten helfen, Beschwerden wie Brennen oder Schmerzen zu lindern und die im Idealfall die Behandlung mit den vom Arzt verordneten Medikamenten unterstützen können.

In der Homöopathie gilt es, immer das individuell passende Mittel für den jeweiligen Menschen herauszufinden. Nachfolgend finden Sie eine Auflistung der bewährten Mittel in den jeweiligen Potenzen. Grundsätzlich gilt jedoch auch hier, den Rat eines erfahrenen Naturmediziners oder Heilpraktikers einzuholen.

  • Rhus toxicodendron (D12)
  • Ranunculus bulbosus (D6)
  • Mezereum (D6)
  • Arsenicum album (D12)

Auch die Melisse zählt zu den geeigneten alternativen Heilmitteln, da sie eine starke antivirale Wirkung besitzt. Hierzu übergießt man ca. 6 Teelöffel Melissenblätter mit 150 ml kochendem Wasser, lässt den Tee 10 Minuten ziehen und anschließend auf angenehme Temperatur abkühlen. Nun tränkt man ein Baumwolltuch in den Sud und betupft damit vorsichtig die erkrankten und schmerzenden Körperstellen.

Ebenfalls bewährt hat sich eine Behandlung mit Schlangengift, welche jedoch als Rohgifte injiziert werden, nachdem ihnen die potentiell gefährdenden Bestandteile entzogen wurden. Die im Gift enthaltenden Enzyme wirken sich positiv und heilend auf die gereizten Nervenbahnen aus und lindern damit den für den Patienten oftmals sehr starken, neuralgischen Schmerz.

Unterstützend kann auch die Einnahme von Vitamin-B-Präparaten sein, da diese Vitamingruppe wichtig für das gesamte Nervensystem ist und vor allem während einer Gürtelrose-Erkrankung auf ausreichende Versorgung geachtet werden sollte.

Gegen den Nervenschmerz, der häufig auch noch nach Abklingen der akuten Krankheitsphase anhält, haben sich regelmäßige Akupunktursitzungen ebenfalls als hilfreich erwiesen. Hierzu sollte man jedoch einen in Akupunktur ausgebildeten und qualifizierten Arzt oder Therapeuten aufsuchen.

Bildquelle: bigstock-ID-117605843-by-_jure


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