Ratgeber: Herpes diesen Herbst loswerden

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Herpes labialis, besser bekannt als Lippenherpes, ist für viele Menschen gerade im Herbst ein wiederkehrendes Problem. Wenn die kleinen Bläschen erst einmal sichtbar sind, ist es meistens zu spät. Erst sind sie unscheinbar und jucken, bis sie sich zu Bläschen entwickeln, die nicht zu übersehen sind. Im Volksmund werden sie auch Fieberblasen genannt und signalisieren eine Infektion mit Viren, die aus der Herpes-Familie stammen. Fast jeder Mensch wird in seinen ersten Lebensjahren mit diesen Viren infiziert. Für 20 bis 30 Prozent dieser Infizierten wird Lippenherpes zum Ärgernis, das sie ein Leben lang begleitet.

Vorbeugen hilft gegen Lippenherpes

Wenn die dunkle Jahreszeit beginnt, setzt bei vielen Menschen eine Schwächung des Immunsystems sind. Ruhe und möglichst viel Schlaf sind probate Mittel, um diesem Zustand entgegenzuwirken. Neben Übermüdung sind psychische Belastungen dafür verantwortlich, wenn die Herpes-Viren wieder aktiv werden. Sie ruhen in den Nervenzellen und reagieren bei Störungen der Immunabwehr des Körpers. Zur Vermeidung wiederkehrender Bläschen-Attacken trägt auch der Verzicht auf Alkohol und Nikotin bei. Infektionskrankheiten und Fieber können Auslöser für Lippenherpes sein. Wer sich im Sommer einer starken Sonnenausstrahlung aussetzt, gerät ebenso in Gefahr. Besondere Stresssituationen können ebenfalls der Anlass sein, der die Herpes-Viren aktivieren. Trauer und Ängste sind hier an erster Stelle zu nennen. Bei Frauen ist die Gefahr besonders bei hormonellen Umstellungen während der Schwangerschaft und der Menstruation groß.

Ansteckung vermeiden

Die Viren, die sich einmal im Körper eingenistet haben, lassen sich nicht mehr ausrotten. Es gibt auch keine Möglichkeit, sich durch eine Schutzimpfung zu schützen. Wer allerdings ein paar Fakten verinnerlicht, der mindert das Risiko einer Ansteckung. Mit einem Erkrankten anzustoßen ist kein Problem, aber es sollte vermieden werden, aus demselben Glas zu trinken. Das gilt auch für Handtücher, Bestecke und Servietten, die keinesfalls mit einem akut Erkrankten geteilt werden dürfen. Wer selbst an Herpes-Bläschen leidet, verschlimmert den Zustand, wenn er die Fieberblasen berührt oder gar aufkratzt. Auf diese Weise besteht die Gefahr, dass die Viren am ganzen Körper verteilt werden. Besonders die Augen und der Genitalbereich können dann ebenfalls angesteckt werden.

Bewährte Hausmittel gegen Herpes

Die Blätter des australischen Teebaums eignen sich nicht nur zur Herstellung von Tee. Als Teebaumöl entfalten sie eine antibakterielle und desinfizierende Wirkung. Gerade im Anfangsstadium einer Herpes-Infektion kann das Teebaumöl verhindern, dass die Infektion ausbricht. Um Schmierinfektionen zu verhindern, wird das Teebaumöl mit einem Wattestäbchen auf die Fieberbläschen getupft. Damit die bestmögliche Wirkung erzielt wird, sollte das Öl stündlich auf die betroffenen Stellen verteilt werden.

Eiswürfel mit präventiver Wirkung

Zumindest zu Beginn einer Herpes-Infektion haben Eiswürfel eine präventive Wirkung, denn die Viren vermehren sich bevorzugt in einer warmen Umgebung. Eingewickelt in ein Tuch sollen die Eiswürfel etwa dreißig Sekunden auf die betroffene Stelle gelegt werden. Wenn sich die Fieberbläschen allerdings bereits ausgebildet werden, ist von Eiswürfeln abzuraten.

Zitronenmelisse gegen die Viren

Deutsche Forscher aus Heidelberg haben nachgewiesen, dass die Zitronenmelisse effektiv gegen Herpesausbrüche verwendet werden kann. Bereits innerhalb weniger Stunden nach dem Auftragen des Melissenöls ist in den meisten Fällen eine positive Veränderung zu erkennen. Rötungen und Schwellungen gehen sichtbar zurück. Das Öl verhindert das Einnisten der Viren in den Zellen. Die Vermehrung wird dadurch gestoppt. Das Melissen-Öl darf keinesfalls mit den Händen aufgetragen werden, sondern am besten mit Wattestäbchen. Im Optimalfall gelingt es mit dem Öl, das bis zu 90 Prozent der Zellen vor dem Befall der Viren bewahrt bleiben.

Knoblauch oder Zahnpasta

Zu den angepriesenen Hausmitteln gegen Lippen-Herpes zählen auch Knoblauch und Zahnpasta. Von der weißen Knolle ist bekannt, dass sie antibakteriell und antiviral wirkt. Einen wissenschaftlichen Beleg für die Wirksamkeit bei Herpes existiert bislang nicht. Dennoch gibt es viele Patienten, die auf die Wirkung der Knoblauchzehe schwören. Die Anwendung ist einfach. Im Anfangsstadium der Infektion wird eine aufgeschnittene Zehe auf die erkrankte Stelle gedrückt. Ebenso wie bei den Eiswürfeln wird von der Verwendung von Knoblauch abgeraten, wenn sich bereits Fieberbläschen ausgebildet haben. Die weiße Knolle könnte sie zum Platzen bringen, wodurch die Flüssigkeit über die Lippen verteilt würde. Zahnpasta ist ebenfalls ein oft empfohlenes Mittel gegen Herpes. Besonders in früheren Zeiten wurden dem Zahnpflegemittel wahre Wunderdinge nachgesagt. Über eine medizinische Wirkung verfügt Zahnpasta jedenfalls mit Sicherheit nicht. Sie trocknet die Lippen aus und verschließt die betroffenen Stellen luftdicht. Das kann sogar dazu führen, dass die Erkrankung sich verschlimmert. Manche Zahnpasten enthalten Zink, was bekanntlich Entzündungen lindert. Aber der Zinkanteil in einer Zahnpasta ist so gering, dass kaum ein positiver Effekt zu erwarten ist. Insgesamt hat Zahnpasta bei einem Herpes-Befall praktisch keinen Nutzen.

Von Backpulver bis Meeresalgen

Die Liste der empfohlenen Hausmittel gegen Lippen-Herpes ist lang. Sie reicht von Backpulver bis hin zu verschiedenen Lebensmittel. Backpulver hat den Effekt, dass es das unangenehme Kribbeln und den Juckreiz ein wenig eindämmt. Von einer heilenden Wirkung kann nicht ausgegangen werden. Andere schwören auf rote Meeresalgen, die die Vermehrung der Viren eindämmen sollen. Ätherische Öle unterschiedlichster Art wirken antibakteriell und antivirial und genießen ebenfalls den Status, ein wirksames Hausmittel gegen Herpes zu sein. Hochprozentiger Alkohol, der mit einem Wattestäbchen auf die Bläschen aufgetragen wird, desinfiziert. Zugleich hat er auch eine kühlende Wirkung, denn er entzieht der Haut Wärme. Das wiederum lindert sowohl den Juckreiz als auch das Kribbeln. Als wirksam wird auch schwarzer Tee eingestuft. Er hat einen hohen Anteil an Tannin und wirkt daher ebenfalls antiviral und desinfizierend. Der aufgekochte Teebeutel wird nach der Abkühlung auf die virenbefallenen Stellen gedrückt.

Vorbeugen durch eine ausgewogene Ernährung

Neben den erwähnten Faktoren Stress, zu wenig Schlaf, Alkohol und Nikotin spielt auch die Ernährung bei dem Thema eine wesentliche Rolle. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung kann mithelfen, das Virus einzudämmen. Hier geht es zum Ebook, das detailliert zum Thema Ernährung und Herpes Auskunft gibt. So sind zum Beispiel Süßigkeiten nicht unbedingt tabu, Zucker sollte aber nur in Maßen gegessen werden. Eine ballaststoff- und vitaminreiche Ernährung ist allgemein dem Wohlbefinden zuträglich und im Besonderen ein guter Schutz gegen den Ausbruch einer Herpes-Infektion. Obst und Gemüse gehören demnach täglich auf den persönlichen Speiseplan. Zuviel tierisches Eiweiß übersäuert den Körper, wodurch das Immunsystem geschwächt wird.

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