Wie kann es zu Herpes in der Nase kommen?

Herpes in der Nase (Quelle: Bigstock-ID-66669979-by-Remains)

Die meisten Menschen werden im Laufe ihres Lebens mit dem Herpes-simplex-Virus vom Typ 1 infiziert. Der Virus nistet sich in den Organismus auf Dauer ein.
Von der Erstinfektion spüren die Betroffenen in der Regel nichts. Diese Primärinfektion kann bereits im Kleinkindalter stattfinden.

Herpes-Viren

Die Herpes-Viren dringen über die Haut oder über die Schleimhäute ein. Sie wandern vorzugsweise zu den Schaltknoten der Nervenbahnen und nisten sich dort still ein. Das Immunsystem ist machtlos gegen diese Invasion. Deshalb befinden sich die Herpes-Viren nach der Erstinfektion für das ganze weitere Leben im Organismus. Die Herpes-Viren werden aktiv, wenn die Immunlage des Organismus geschwächt ist. Typisch ist das Auftreten von Herpesbläschen an der Lippe, auf der Haut im Gesicht oder sogar als Herpes in der Nase während oder nach einer fieberhaften Erkrankung, bei Stress oder bei einer Immunschwächung durch starke Sonneneinstrahlung. Alle diese genannten Belastungen schwächen die körpereigene Abwehr. Das Herpes-Virus wandert entlang der Nervenbahnen zu den Oberflächen von Haut und Schleimhäuten und vermehrt sich rasant. Als Folge der aktivierten Infektion entstehen die Herpesbläschen mit ihrem charakteristischen Aussehen. Es bilden sich rötliche Infektionsherde mit zentralen blasenartigen Erhebungen.

Die Symptome einer aktiven Infektion mit Herpes-Viren

Nach der Erstinfektion bemerkt der Betroffene oft über viele Jahre nichts von dem Vorhandensein der Herpes-Viren. Erst wenn durch Stress oder Krankheit das Immunsystem auf Hochtouren arbeitet, jedoch von der aktuellen Überlastung überfordert ist, nutzt das Herpes-Virus seine Chance und wird aktiv. Das Wort „Herpes“ stammt aus dem Altgriechischen. Es beschreibt sehr zutreffend die kriechende (altgriechisch: herpein) Ausbreitung der Infektion auf der Haut und auf den Schleimhäuten. So kann es passieren, dass durch das Vorhandensein von hoch infektiösen Herpesbläschen an der Lippe sich die Viren auf weitere Bereiche der Haut ausbreiten. Häufig kommt es zu einem Befall der Nasenschleimhaut. Lippenherpes oder Herpes in der Nase verursachen sehr unangenehme Symptome. Neben der typischen Rötung und Bläschenbildung in den Krankheitsherden hat der Betroffene ein unangenehmes Spannungsgefühl oder sogar Schmerzen. Der wässrige Inhalt der Herpesbläschen ist hoch infektiös. Die Viren können sich über das gesamte Gesicht bis in die Augen ausbreiten und zu starken Entzündungen führen. Haut und Schleimhaut, auf der sich ein Herpesherd entwickelt, ist bereits beim ersten Kribbeln und Spannungsgefühl infektiös. Die betroffenen Patienten sollten sich dessen bewusst sein und den körperlichen Kontakt zu ihren Mitmenschen, vor allem zu Kleinkindern, bis zur kompletten Abheilung der Entzündungsareale meiden. Außerdem sollten sich Patienten mit einer Herpes-Infektion nach jedem Auftragen von Medikamenten auf die Infektionsgebiete anschließend gründlich die Hände waschen. Auf besondere Hygiene müssen auch Träger von Kontaktlinsen achten. Ansonsten besteht die Gefahr der Verschleppung von Krankheitskeimen in die Augen.

Herpes in der Nase  – Allgemein

Bei schweren Krankheitsbildern kann es zu Fieber kommen. Bei Herpes in der Nase bilden sich die Herde mit den typischen Bläschen massenhaft an der Nasenschleimhaut. Die Betroffenen fühlen sich durch die Herpesbläschen sehr gehemmt. Die Herde sehen unschön aus und verursachen gerade bei Herpes in der Nase Schmerzen oder ein unangenehmes Spannungsgefühl. Dazu kommt ein Jucken, das dazu verführt, die Infektionsherde mit den Fingern zu berühren. Hierdurch entsteht die große Gefahr, dass weitere Hautbereiche im Gesicht oder am Körper mit Herpes-Viren infiziert werden. Bei Herpes in der Nase ist dieser Juckreiz besonders ausgeprägt.

Verlauf von Herpes in der Nase

Nach der Aktivierung der im Organismus vorhandenen Herpes-Viren entstehen bei Herpes in der Nase auf der Schleimhaut, die die Nase im Inneren auskleidet, entzündete Areale, auf denen sich kleine Bläschen entwickeln. Die Bläschen platzen nach kurzer Zeit auf. Im Inneren der Bläschen befindet sich eine wässrig bis eitrige infektiöse Flüssigkeit. Diese Flüssigkeit kann sich auch ohne Manipulationen mit den Fingern im Inneren der Nase verteilen und für weitere Herde sorgen. Herpes in der Nase ist extrem unangenehm. Meist beginnt Herpes in der Nase in der Nähe des Einganges der Nasenlöcher. Die Schmerzen und allgemeinen Beschwerden werden jedoch noch stärker, wenn sich die Infektion kriechend in die oberen Bereiche der Nasenschleimhaut ausbreitet. Nach dem Platzen der Bläschen bilden sich auf der Schleimhaut im Wundgebiet Krusten. Durch das Entfernen des normalen Nasenschleims durch das Schnäuzen oder durch das Niesen kann es passieren, das die Krusten aufreißen. Der Prozess der Abheilung der infizierten Schleimhautbereiche kann bei Herpes in der Nase erheblich länger dauern als bei einer Herpesinfektion auf der Gesichtshaut oder an den Lippen. Je nach Immunlage kann die Abheilung von Herpes in der Nase bis zu drei und mehr Wochen dauern.

Eine Herpesinfektion in der Nase – was kann man tun?

Wie bei allen Virusinfektionen gibt es auch bei aktivierten Herpesviren keine ursächliche Therapie. Virale Krankheiten können nur symptomatisch behandelt werden. Das bedeutet, dass durch Medikamente die unangenehmen Begleitsymptome gelindert werden können. Wer von Herpes in der Nase betroffen ist, sollte seinen Hausarzt aufsuchen und sich eine entzündungshemmende Creme oder ein Gel verschreiben lassen. Gerade Gels sind sehr geeignet, da sie sich durch ihre Konsistenz leichter als Salben auf der Schleimhaut der Nase verteilen lassen. Mit einem Wattestäbchen können sie auch in höher gelegene Bereiche der Nasenschleimhaut aufgetragen werden. Als entzündungshemmende Wirkstoffe ist den Medikamenten gegen Herpes in der Nase meist Aciclovir oder Penciclovir beigefügt. Die Medikamente sind nicht verschreibungs-, jedoch apothekenpflichtig.

Nasenherpes – Mittel aus dem Haushalt

Der Arzt wird bereits durch das charakteristische Aussehen die Diagnose „Herpes in der Nase“ stellen können. Weitergehende Untersuchungen werden nur angeordnet, wenn die Herpesinfektion im Rahmen einer anderen schweren Erkrankung auftritt. Sollten Kopfschmerzen, Gliederschmerzen oder hohes Fieber die Herpesinfektion begleiten, kann der Arzt schmerzlindernde oder fiebersenkende Mittel verschreiben, um die Symptomatik zu lindern.
Ist die Herpesinfektion in der Nase nur leicht ausgeprägt, können auch einige Hausmittel wie das Auftragen von Zahnpasta oder von Teebaumöl auf die Schleimhaut für die schnellere Abheilung der Bläschen sorgen. Wichtig ist bei allen Behandlungsversuchen bei Herpes in der Nase, dass die Medikamente oder Hausmittel so früh wie möglich zum Einsatz kommen.

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2 comments

  1. Maria Kristiansen sagt:

    Guten Tag,
    ja Herpes ist ärgerlich.
    Noch ärgerlicher bei mir ist es das die gewöhnlichen Salben nichts bringen.
    Aber: schwer zu kriegen aber effektiv ist N-Butanol oder auch 1-Butanol genannt.
    Ich tupfe den auf den Herpes drauf. Auch in der Nase. Beisst natürlich ein bisschen (ist schliesslich ein Alkoholl), aber der Herpes kriegt so einen Chok das er sich ohne Aufplatzen der Blasen wieder verkriecht.
    Am einfachsten einen Q-tipp gut mit N-Butanol durchnässen, den Herpes gut befeuchten mit dem Alkohol. Gerne auch ein bisschen Verweilen auf den Bläschen. Das tut dem Herpes wirklich nichts Gutes. :)
    Herzliche Grüsse aus Dänemark
    Maria Kristiansen

  2. „Es hat für die betroffenen Patient_innen so etwas von einem hilflosen Gefühl, als habe man bei solchen sehr unangenehmen Virusausbrüchen – die sich wie regelrechte ‚Attacken‘ anfühlen – die ‚Krätze‘.

    Es ist nur zu Wünschen, dass sich bald auf diese sehr belastende und äusserst unangenehme gesundheitliche Strapaze ein geeignetes Medikament oder ein geeigneter Impfstoff findet, der die Reaktivierung dieses Virus unterbinden kann – ähnlich wie ein Schalter, der umgelegt werden kann.

    Bis dahin haben die Betroffenen nur die Möglichkeit, diesen Schüben mit den vorhandenen, im Artikel erwähnten Medikamenten und Tabletten, mit dem Wirkstoff ‚Aciclovir‘ entgegen zu wirken.

    Die Tabletten können mitunter unangenehme Nebenwirkungen, wie Durchfall und Magen- sowie Oberbauchschmerzen oder Übelkeit auslösen“.
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