Wie weit verbreitet ist Genitalherpes

Genitalherpes

Der Genitalherpes, auch Herpes genitales genannt, ist eine der weit verbreitesten Geschlechtskrankheiten weltweit. Mediziner schätzen, dass etwa 20 Prozent der Weltbevölkerung das Herpes-Simplex-Virus Typ 2 in sich trägt, das hauptsächlich den Genitalherpes auslösen kann. Aber auch das Herpes-Simplex-Virus Typ 1, welches in erster Linie für den Lippenherpes verantwortlich ist, kann Gentitalherpes verursachen. Das Verhältnis der Virusarten als Auslöser des Genitalherpes liegt bei ca. 70 zu 30 Prozent. Viele Menschen sind Virusträger, ohne es zu wissen und nicht jeder bekommt die Krankheit oder verbreitet sie weiter. Die Weltgsundheitsorganisation (WHO) hat eine neue Studie veröffentlicht, nach der rund 500 Millionen Menschen Sexualherpes haben und fast 20 Millionen sich jedes Jahr neu mit der Krankheit anstecken. Besonders im südlichen Afrika ist Genitalherpes, wie auch fast alle anderen Geschlechtskrankheiten,weit verbreitet. Die Weigerung vieler afrikanischen Männer, Kondome zu benutzen, führt dazu, dass südlich der Sahara etwa 70 Prozent der Frauen mit Genitalherpes infiziert sind.

Übertragungswege des Herpes-Simplex-Virus

Genitalherpes entsteht in erster Linie durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. Deshalb wird die Krankheit zu den STD (sexually transmitted diseases, zu deutsch-sexuell übertragbare Krankheiten) gezählt. Bei dem Herpes-Simplex-Virus Typ 2 erfolgt die Ansteckung überwiegend durch den Austausch von Körperflüssigkeiten, beim Typ 1 eher durch Schmierinfektion oder durch Tröpfcheninfektion. Beide Virenarten können also leicht von einem zum anderen Sexualpartner übertragen werden. Am ansteckendsten sind Erkrankte, bei denen die Krankheit so weit ausgebrochen ist, dass sich die mit wässriger Flüssigkeit gefüllten, hochinfektiösen Bläschen ausbreiten. Eine weitere Ursache für eine Infektion und das Entstehen eines Genitalherpes kann auch eine Schwangerschaft sein. Das Virus kann von der Mutter auf das ungeborene Kind übergehen und es ebenfalls infizieren. Tragischer Weise endet rund die Hälfte aller Schwangerschaften, in denen eine Erstinfektion der Mutter mit Herpes Viren vorliegt, mit einer Fehlgeburt. Auch wenn während der Schwangerschaft keine Ansteckung des Fötus erfolgt, kann das Neugeborene sich noch während des Geburtsvorganges anstecken.

Behandlung des Genitalherpes

Heilbar ist Genitalherpes bis heute leider nicht. Wer das Virus in sich trägt, tut das lebenslang und Schübe der Erkankung sind immer wieder möglich. Allerdings können die Beschwerden gelindert, der Krankheitsverlauf verkürzt und die Ausbreitung der Viren eingedämmt werden. Die meisten Patienten haben auch immer wieder beschwerdefreie Jahre. Ein hilfreiches Medikament gegen Genitalherpes ist zum Beispiel Aciclovir.


Ein Kommentar

  1. […] im Leben. Gürtelrose tritt seltener auf, ist dafür aber oft sehr schmerzhaft und langwierig. Genitalherpes ist peinlich, an Windpocken erkranken meistens Kinder und Röteln sind gefährlich für Schwangere. […]

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